Die demographische Entwicklung

in der Bevölkerung und in der Zahnärzteschaft fordern uns heraus:

Viele ältere Kollegen gehen in den nächsten Jahren in den verdienten Ruhestand.

Weniger Kollegen beginnen Ihre Berufslaufbahn. Junge Kollegen arbeiten häufiger und länger als Angestellte.

Nicht nur vor dem Hintergrund der größer werdenden Zahl von Zahnärztinnen sind wir für Überlegungen, wie berufsständische Maßnahmen die Vereinbarkeit von Selbstständigkeit und Familie verbessern können. Dies dient nicht nur den betreffenden Kollegen, indem es Sie motiviert ihren Beruf als Selbständige auszuüben, sondern stärkt auch den Berufsstand.

Vor dem Hintergrund der abnehmenden Mitgliederzahl und dem zunehmenden politischen Regulationsdruck muss die Zusammenarbeit über KZV-Grenzen hinweg zur Einsparung von Ressourcen weiter verstärkt werden.

Dies gibt unserer Arbeit auch mehr Gewicht gegenüber politischen Institutionen.

In der Zukunft wird sich der selbständige Zahnarzt- insbesondere auch die klassische Einzelpraxis- in einem zunehmend komplizierter werdenden wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld bewegen müssen. Die Kammer soll bei der Vertretung des Berufstands die Interessen verschiedener Praxisformen wahren und Unterstützung bei der Umsetzung rechtlicher Vorgaben bieten.

Es ist zu erwarten, dass vor allem Kapitalgeber, aber auch öffentliche Träger Einfluss im ambulanten Bereich gewinnen möchten. Dem müssen wir entschieden entgegentreten, weil damit Freiberuflichkeit, freie Arztwahl und Therapiefreiheit gefährdet werden.

Es ist auch nicht anzunehmen, dass MVZ´s oder „Landambulatorien“ die wohnortnahe Versorgung der Patienten verbessern können, da sie große Patientenzahlen benötigen und daher in dünner besiedelten Gebieten nicht wirtschaftlich zu betreiben sind.